Romantic blond woman resting by the lake wearing black dress, back view

Ich kann von allem ein bisschen und nichts besonders gut.

Ich habe keine Leidenschaft.

Diese Dinge dachte ich jahrelang.

Ich stecke in einem Beruf fest, in dem es keine Aufstiegsmöglichkeiten gibt. 

Seit einigen Wochen habe ich diesen Blog. Und ich liebe es. Es ist wundervoll, seine Gedanken in Worte zu fassen und sie der ganzen Welt zur Verfügung zu stellen (oder zumindest den Menschen, die der deutschen Sprache mächtig sind). 

So viele Menschen realisieren nicht einmal im Ansatz, was für ein gigantisches Potential in ihnen liegt. Dass sie die Welt bewegen können. Dass sie ein Recht darauf haben, selbstbestimmt und frei zu leben. 

Unsere Gesellschaft versucht, unsere Freiheit weitestgehend zu untergraben. Ich möchte mich dagegen auflehnen und die Menschen daran erinnern, dass sie einst Träume hatten. Daran erinnern, dass diese Träume keineswegs Hirngespinste waren.

Träume entstehen dadurch, dass unser Herz zu uns spricht. Es ist doch klar, dass noch mehr Arbeit in einem Beruf, der uns nicht liegt, nicht zur finanziellen Freiheit führen wird. Sondern zum Burn-Out.

Ich habe mittlerweile an so vielen Menschen gesehen, was passiert, wenn sie sich von allen Zwängen der Gesellschaft befreien und beginnen, die Dinge zu machen, die sie lieben:

  •  Plötzlich stellt sich der Erfolg ein, auf den sie jahre- wenn nicht jahrzehntelang- gewartet haben.
  •  Plötzlich erlangen sie die finanzielle Freiheit, von der sie immer träumten.
  •  Plötzlich bereisen sie die ganze Welt und begreifen, wie klein ihr Horizont vorher gewesen ist und welche Abenteuer dieses Leben bereithält.

Dieses Leben ist so wundervoll. Es gibt so viele, fantastische Dinge zu sehen.

Atemberaubende Dinge zu erleben. 

Eins kriegen wir niemals zurück: Zeit.

Zeit, die wir gegen Arbeit eintauschen, um zu überleben. Aber letztlich dreht sich alles sehr schnell um. 

90% der Menschen leben nur, um zu arbeiten. 

Aber sie arbeiten bloß, um leben zu können. 

Aber sie leben ja doch nicht. 

Doch um zumindest ihren Lebensstandard halten und leben zu können, arbeiten sie.

 

Ich möchte raus aus diesem Hamsterrad und sobald ich das bin, möchte ich alle, die mehr vom Leben wollen, mit da rausholen.

Damit die Menschen leben: Um des Lebens willen.

Fashion, Ernährung, Sport, Beauty – das sind alles Themen, die ich liebe. Doch es gibt schon solo viele fantastische Blogs darüber. Von denen ich Unzählige lese. 

Ich weiß seit einer Weile, dass ich Schreiben muss – das Schreiben verfolgt mich einfach schon seit der Grundschule, es lässt mich nicht los, fesselt mich – und ich kann mich dadurch entfesseln. 

Worte sind für mich keine sinnlose Aneinanderreihung von Buchstaben.

Worte sind der Zugang zu anderen Welten

Worte haben mit die größte Macht auf dieser Welt. 

Worte sind meine Leidenschaft.

Man kann nur in den Dingen Erfolg haben, die man leidenschaftlich liebt. Unsägliche Geduld, die alles übersteht und Jahre überdauert, hat man auch nur für seine Leidenschaft. Alles andere macht uns müde. Lässt uns das Wochenende herbeisehnen und den Montag hassen.

Ich sehne auch das Wochenende herbei. Um Schreiben zu können. Ich mag den Montag nicht. Er nimmt mir die Zeit zum Schreiben wieder weg. 

Warum ich dennoch immer erzähle, dass ich meine Arbeit liebe? Ich arbeite mit Menschen. Motiviere sie. Raube ihnen den letzten Nerv. Unterstütze sie. Schlage mich mit ihnen rum. Ersetze ihnen gelegentlich Vater und Mutter.

Und so sehr ich Hierarchien und jede Art von Bürokratie verabscheue, nichts ist schöner, als den Arbeitsplatz mit dem Gefühl zu verlassen, etwas bewirkt zu haben.

Das vergewaltigte junge Mädchen, dass wieder mit Stolz in den Spiegel blicken kann.

Der Junge mit der Mutter als Alkoholikerin, der jetzt Erzieher werden möchte und plötzlich ein Ziel im Leben hat, plötzlich so viel kommunikativer ist, so tatkräftig. 

Nichts macht mich glücklicher.

Was ist da naheliegender, als über diese Dinge zu schreiben? Nichts. Und trotzdem kam ich da erst nach folgendem Zitat drauf:

        Jeder will uns reicher,

schlanker und erfolgreicher machen.

Und wer sorgt dafür,

dass wir glücklich sind?

Danach fiel es mir wie Schuppen vor den Augen: Ich habe eine Leidenschaft. Sie war schon immer da, so nah an mir, in mir, in meinem Leben, dass ich sie nicht mal mehr als Leidenschaft erkannt habe. Es war mir nicht möglich, dieses Ding, dass so groß ist und so sehr zu mir gehört und ein Teil meines Herzens und meines Lebens ist, zu eliminieren und als Leidenschaft anzuerkennen.

Menschen dazu zu verhelfen, ihre Träume zu verwirklichen. Das ist mein Traum.

Wer sorgt dafür, das du glücklich bist? Du selbst natürlich. Das kann dir keiner abnehmen. Aber:

Dich dazu ermutigen. Dich in den Arsch treten, mit Worten in den Arm nehmen und unterstützen auf deiner Reise zum Glück.

Dafür bin ich hier. Unterschrift_Neu_1

 

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