Mehr Freizeit.

Mehr Geld. 

Mehr Leben.

Wir alle wollen immer mehr. 

Der neue Trend drängt wieder in die Richtung, zufrieden zu sein mit dem, was man hat. Daran ist erstmal prinzipiell auch nichts falsch. Es kann sehr befreiend sein zu erkennen, was man hat und das schätzen zu lernen.

Nur scheinen viele Menschen das als eine Aufforderung zu verstehen, nichts mehr zu tun, was sie weiterbringen würde. Sie stagnieren und sagen sich in wiederholenden Verzweiflungsanfällen, dass es vielen anderen noch schlechter geht. 

Sie wären gerne frei. Aber die Gedanken daran, dass das einfach nicht geht, sind allmächtig.

Was ist Freiheit?

Freiheit ist in erster Linie für jeden etwas anderes. Ich würde sogar sagen, es lassen sich so viele Definitionen für Freiheit finden, wie es Menschen gibt, die man dazu nach ihrer Meinung fragt.

Für mich bedeutet Freiheit, den Sinn in meinem Leben zu kennen und mein Leben frei danach auszurichten.  Das lässt sich noch viel detaillierter beschreiben, aber im Groben gesagt, trifft es meine Definition von Freiheit ganz gut.

Um Dein Leben und Deine Definition von Freiheit näher zueinander zu bringen, musst Du Deine Definition regelrecht auseinandernehmen. Auf diese Weise erfährst Du, wie Du leben willst. Wenn Du Dir noch unsicher bist, wie genau Du leben willst, kann es sehr hilfreich sein herauszufinden, wie Du nicht  leben willst. Das ist immer ein guter Anfang und eine leichte Übung für den Start. 

Schnapp Dir einen Notizblock und einen Stift und schreib auf, was Du ab morgen am liebsten aus Deinem Leben streichen würdest. Weiterführende Gedanken daran, wie das möglich sein soll, sind verboten. Lass einfach Deine Seele sprechen. Sie weiß, was Dir (nicht) gut tut.

Sobald Du damit fertig bist, dürfte Dein Leben ein gutes Stück leerer sein als es jetzt in der Gegenwart ist. Weniger voll mit Aufgaben, die Dich nie erfüllt haben und nie erfüllen werden.

Und jetzt frage ich Dich:

Warum tust Du das alles, obwohl Du es nicht willst? Stelle Dir das schlimmste Szenario vor, das passieren könnte, wenn Du damit aufhörst. 

Je öfter wir diese schlimmsten Szenarien zu Ende denken, desto weniger schlimm fühlen sie sich an. Vielleicht stellst Du auch fest, dass Dein Gehirn schon automatisch damit beginnt, Lösungswege für diese Herausforderung zu finden.

Du bist viel stärker, als Du glaubst 

Wenn alles nur halb so schlimm ist wie wir immer denken, warum handeln wir dann nicht?

Der Grund ist ganz einfach: Wir alle haben einmal eine schlechte Erfahrung gemacht. In den allermeisten Fällen auch mehrere. In dem Moment hat unser Gehirn diese Erfahrung als „Gefahr“ abgespeichert und trichtert uns seitdem ein, alle Situationen, die zu einer ähnlich schmerzhaften Erfahrung führen könnten, zu meiden.

Alles, was wir über mehrere Jahre immer wieder tun (oder meiden) wird zu einer Gewohnheit. Das tückische an Gewohnheiten ist, dass wir sie nicht hinterfragen. Gewohnheiten laufen automatisiert ab. Im Umkehrschluss bedeutet das: Unser Gehirn lässt uns Situationen vermeiden, mit denen wir zuletzt eine schmerzliche Erfahrung hatten, die viele Jahre zurück liegen. Bestimmte Situationen, Wagnisse und Erfahrungen zu vermeiden wird zu einer so stark ausgeprägten Gewohnheit, dass wir irgendwann unsere Wahrnehmung in diese Richtung verschließen. Unsere Wahrnehmung schließt also bestimmte Möglichkeiten vollkommen aus. Wir können sie nicht mehr wahrnehmen, obwohl sie direkt vor uns sind. Manchmal können wir die besten Chancen im Leben nicht sehen, obwohl sie uns schon fast ins Gesicht springen.

Das Fatale daran ist: Seit der schmerzhaften Erinnerung ist schon (eine Menge) Zeit vergangen! Du bist inzwischen älter, erfahrener, weiser und klüger geworden. 

Erschaffe eine neue Denkweise

Es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass Du als der Mensch, der Du heute bist, so vieles schaffen würdest, was Du Dir nicht zutraust. Weniger noch, Du denkst nicht einmal ernsthaft über größere Dinge und die Umsetzung von ihnen nach. 

Das kommt daher, dass Du das Denkmuster benutzt, dass Du dir vor Jahren einmal angeeignet hast. Dieses Denkmuster ist jedoch so veraltet wie die Kleider, die Du mit vier Jahren getragen hast. Das Kleid, das Du mit vier Jahren in den Kindergarten getragen hast, passt Dir nicht mehr. Du bist dort herausgewachsen und hast Dir ein Kleid gekauft, dass Dir jetzt passt und in dem Du Dich wohl fühlst. Genauso ist es mit Deinen Gedanken, die Dir sagen, dass Du etwas nicht schaffst. Du bist Deinem alten Gedankenmuster längst entwachsen. Es ist veraltet. Es passt nicht mehr zu der Person, die Du heute bist.

Darum ist es so wichtig, dass Du damit beginnst, die alten Gedankenmuster durch neue zu ersetzen. Es wird eine Weile dauern und eine Denkweise ist nichts, was man einfach mal so ablegt, wie das zu klein geratene Kleidungsstück. Aber es wird sich lohnen.

Du wirst überrascht sein, wie sehr Du Dich seid Deiner letzten schmerzhaften oder unangenehmen Erfahrung verändert hast.

Sobald Du das realisiert und verinnerlicht hast, bist Du frei. Denn Dir steht jeder Weg auf der Welt offen. 

Wenn Du Deine gedanklichen Fesseln erst einmal abgelegt hast, wirst Du sehen, wie viele Möglichkeiten Dich plötzlich anlächeln. Du wirst nicht fassen können, dass Du sie vorher nicht gesehen hast. Denn sie waren schon immer da. 

Das geile Leben, von dem wir immer träumen, lauert an jeder Ecke. Freiheit gehört zu einem geilen Leben dazu. Freiheit können jedoch nur die erlangen, die mutig sind. Wer seine Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende keins von beidem haben. 

Darum sei mutig. Denke groß. Du kannst jeden Weg gehen, den Du willst. Denn Du bist frei. 

Hast Du zu diesem Thema eine inspirierende Geschichte zu erzählen? Dann teile sie mit uns. Womöglich triffst gerade Du den Nerv einer wunderbaren Frau, die noch den letzten Tritt benötigt, um ein Stück Freiheit zu erlangen!

 

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