Frau mit Schmerzen wegen PMS

Juhu, es ist schon wieder soweit! Einmal im Monat dürfen wir uns mit schönen Unterleibsschmerzen, Pickeln, Kopfschmerzen und depressiven Verstimmungen rumschlagen. Besonders seit ich vor sechs Monaten nach mehreren Jahren die Pille abgesetzt habe, habe ich wieder meine liebe Freude mit dem PMS. In einem Moment bin ich noch fröhlich unterwegs, denke nicht eine Sekunde daran, in welcher Phase meines Zyklus ich mich befinde und liebe das Leben.

Und im nächsten Moment finde ich mich unter der Bettdecke wieder. Mit Eiscreme, Chips, Schokoriegeln, gesalzenen Pistazien und einem Döner.

Angst. Verzweiflung. Tränen.

Sicher ist es nicht bei euch allen so dramatisch, aber in dieser oder in einer anderen Form ist euch das sicher nicht unbekannt. 

Gerade wenn ihr so wie ich nicht hormonell verhütet oder es in Zukunft vorhabt ist es immer gut, für diese Phase gewappnet zu sein. 

Sicher ist dem einen oder anderen aufgefallen, dass dies hier ein Blog über´s Wohlfühlen ist. Von Pillen jeglicher Art halte ich nicht viel (ja, ich weiß, dass das manchmal nicht zu vermeiden ist. Geht mir ja auch so), wenn man sich auf natürliche Art und Weise helfen kann. 

Darum werde ich euch jetzt ein paar Tipps vorstellen, die mir einmal im Monat sehr helfen. 

1. Ausreichend und richtig schlafen

Unser Schlaf wird leider generell oft unterschätzt, nicht nur in Bezug auf PMS. Dabei lassen sich viele Alltags-Wehwehchen und auch schwerwiegendere gesundheitliche Beschwerden auf nicht ausreichenden Schlaf zurückführen oder werden zumindest von diesem Faktor mitbeeinflusst.

Gerade in stressigen Phasen unseres Lebens braucht unser Körper noch mehr Ruhe und Erholung. 

Bei PMS sind wir abgesehen von all´ den anderen Dingen, die uns im Alltag beschäftigen, noch einer zusätzlichen Belastung ausgesetzt. Man kann hier also durchaus von Stress sprechen.

Studien zufolge ist unser Fokus bei Schlafmangel eher auf negative Stimmungen in unserem Umfeld ausgerichtet. Wir nehmen außerdem beim Schlendern durch die Stadt, in der U-Bahn und im Büro Gesichtsausdrücke wahr, die Wut, Angst oder Verzweiflung ausdrücken. 

Sind wir ausgeschlafen, frisch und munter, wird unser Wahrnehmungsfokus zu unserem Vorteil verschoben: Wir sind dann empfänglicher für fröhliche Gesichter. In der Summe der Gesichter, die man am Tag so an sich vorbeiziehen sieht, macht das für unser Wohlbefinden einen beträchtlichen Unterschied.

Also achte darauf, ausreichend zu schlafen. Am besten nicht nur bei PMS, sondern dauerhaft. Du wirst langsam, aber stetig Veränderungen in deinem Leben bemerken.

Ein kleiner Tipp am Rande: In einem zu warmen Zimmerklima ist es uns nicht möglich, die Tiefschlafphase zu erreichen, die für unsere Erholung jedoch essentiell ist.

Also: Mut zu offenen Fenstern!

2. Avocados

Ja, richtig. Avocados. Die wir in Kombination mit einem Spiegelei auf einem Brötchen sowieso zum Sterben lecker finden.

Avocados enthalten Omega – 3 Fettsäuren, die Entzündungen hemmen und Schmerzen lindern können.

Gesunde Fette sind unsere besten Freunde während dem PMS.

Also, her mit der Guacamole! Und den Nachos. Deine Seele möchte schließlich auch Futter. In der Kombination mit einem netten Film, einer gemütlichen Couch und einer flauschigen Decke schreit das doch nach Verbesserung.

Ein Stück dunkle Zartbitter Schokolade hilft übrigens gegen Müdigkeit, die uns dann und wann ja auch noch überfällt.

3. Bewegung

Damit ist natürlich nicht das übliche Pensum an Training gemeint, das für dich ansonsten die Norm im Alltag ist. Im Gegenteil, starke körperliche Anstrengung verstärkt die Krämpfe im Unterleib noch. 

In der Zeit vor unserer Regel sinkt der Östrogenspiegel beträchtlich, so geraten wir in das Stimmungstief. 

Und was, glaubst du, setzt Glückshormone frei? Richtig, Bewegung natürlich. Ein Spaziergang an der frischen Luft ist eine Wohltat für unseren Körper. Tageslicht ist nämlich ein weiterer Stimmungsaufheller.

Also schnapp dir deinen iPod, deinen Freund oder eine gute Freundin und ab gehts in den Park! 

4. Vermeide Alkohol, Nikotin und Koffein

Auch wenn´s für einige nicht einfach ist: Du kannst durch das, was du in dich reinstopfst, so gut wie alles im Körper regulieren. Den Anfang zur Linderung von PMS-Beschwerden macht aber definitiv die Vermeidung von Alkohol, Koffein und Nikotin. 

Alkohol und Koffein entziehen dem Körper Wasser und können so zu einer Verschlimmerung der Kopfschmerzen führen. Nikotin sollte vermieden werden, da Studien ergeben haben, dass Raucherinnen doppelt so häufig unter stärkeren Beschwerden von PMS leiden als Nichtraucherinnen. 

Der Zusammenhang dazwischen ist noch nicht ausreichend erforscht, um das mit wissenschaftlichen Fakten belegen zu können. 

5. Stimme dich positiv

Es hilft ungemein, wenn du dich auf bestimmte Situationen im Leben einstellst. Quasi deine Seele dafür vorprogrammierst. 

Diesen Tipp wirst du im Internet sicher nicht finden, aber mir hilft diese Übung mit am meisten gegen PMS, neben Erdnussbutter.

An einem für mich sehr schönen Tag, wo ich keine Sorgen hatte und mich auch sonst keine negativen Gedanken beeinträchtigt haben, habe ich mich hingesetzt und mir selbst eine Nachricht geschrieben. 

Dort habe ich festgehalten, dass die Stimmung, die ich gerade habe (während der PMS) auf meinen Hormonspiegel zurückzuführen ist. Und dass, auch wenn ich es mir in diesem Moment kaum vorstellen kann, am nächsten Tag alles schon wieder viel besser aussehen wird. 

Dass einfach alles besser und die Welt wieder bunter wird und ich einen Sinn in allem sehen werde, auch wenn das im Moment unvorstellbar für mich ist. Weil es davor ja unzählige Male genauso war und ebenso auch wieder weggegangen ist. 

Ich hoffe, euch helfen diese Tipps! Habt ihr noch weitere?

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