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Die meisten Menschen haben einen natürlichen Drang nach persönlichen Wachstum. Persönlicher Wachstum hat immer auch etwas mit Veränderung zu tun. Und an dieser Stelle sind wir auch schon bei dem Problem, aufgrund dessen nur ein geringer Bruchteil der Menschen seine Vision auch tatsächlich lebt: die Veränderung.

Veränderung lässt uns unseren Hintern aus der Komfortzone schwingen, neue Welten erschließen, neue Kenntnisse erlangen. Sobald wir unsere Komfortzone verlassen, wachsen wir. Bewegung ist Leben, Stillstand ist Tod.

Für persönlichen Wachstum ist also Veränderung nötig. Genau an dieser Stelle scheitert es bei vielen Menschen schon. Unsere Gesellschaft hat uns dazu geformt, vor einer Veränderung zunächst immer die Risiken abzuwägen und Pro- und Contra- Listen zu erstellen (wenn nicht auf Papier, dann zumindest in Gedanken). Ich wette, Du machst das auch.

Dabei erwähnt keiner, dass gerade Pro-und Contra- Listen selbst sehr kontraproduktiv sein können. Meistens ist eine neue Idee oder ein Einfall wie eine „höhere Eingebung“, der wir folgen sollten. Ich betone noch einmal: Nicht immer, sondern meistens. Mein Ziel ist es nicht, Dich mit diesem Artikel dazu zu bringen, Dich bedenkenlos in Gefahr zu bringen, sondern Dich dazu zu inspirieren, einfach mal loszulassen, der Intuition zu vertrauen und zu sofort handeln.

Die 30 – Tage – Challenge

Anstatt der Pro- und Contra- Liste schlage ich für jede Veränderung, die Du in Dein Leben bringen willst, einen Probelauf von 30 Tagen vor.

Man hört oft, dass man, um eine neue Tätigkeit oder ein Hobby zur Gewohnheit werden zu lassen, 21 Tage braucht. Ich bin der Meinung, dass 30 Tage die bessere Wahl ist.

Ist Dein Ziel zum Beispiel, innerhalb von kurzer Zeit von Zucker loszukommen, dann brauchst Du allein 2-3 Wochen, um einen Entzug zu machen und Deine Gelüste los zu werden.

Du hast dann also gar keine oder nur eine Woche Zeit, Deinen neuen Lebensstil richtig kennen zu lernen ohne dabei jedes Mal beim Anblick von Eiscreme von Gelüsten übermannt zu werden.

Nach 2-3 Wochen hast Du einen klaren Kopf und lernst Deine neue Lebensart zu schätzen (und oft auch zu lieben!). Ich glaube daran, dass jede Eingebung von uns uns zu einem besseren Menschen machen kann. Wir haben oft nur viel zu viel Angst, um überhaupt zu starten. Das Fatale daran ist, dass wir so immer das Beste verpassen.

 

Oft hört man Menschen sagen

 

  • Ich schaffe es nicht, eine Firma zu gründen.
  • Ich schaffe es nicht, zu sparen.
  • Ich schaffe es nicht, abzunehmen.
  • Ich schaffe es nicht, selbständig zu werden.
  • Ich schaffe es nicht, 4x die Woche Sport zu machen.

 

Bei genauerem Nachfragen erschließt sich immer dasselbe Muster:

Sie haben es gar nicht richtig versucht.

Der Gedanke daran, das Vorgenommene jeden Tag für immer ausüben zu müssen, ist angsteinflößend. Für jeden. Der Gedanke daran nimmt einem die Lust, überhaupt zu starten. Trotzdem versuchen wir es natürlich. Wir wollen ja nicht scheitern.

Genau das führt aber letztendlich doch zum Scheitern.Deswegen bin ich so überzeugt von der 30-Tage-Challenge.Du gehst die ganze Sache von einer ganz anderen Seite an und trickst dabei Dein Gehirn aus.Denn im Gegensatz zu lebenslangen Vorsätzen, vor denen unser Gehirn Angst hat, liebt es kurze, knackige Challenges.

Der Mensch lebt durchschnittlich ca. 73 Jahre. Das sind um die 26.718 Tage.

Ich denke es ist für jeden, der persönlichen Wachstum anstrebt, möglich, von über 20.000 Tagen 30 Tage für ein Experiment zu erübrigen.

30 Tage Rückgaberecht

Nach den 30 Tagen kehrst Du zu Deinem alten Leben zurück oder behältst das Neue bei –  die Entscheidung liegt bei Dir.

Solltest Du Dich dafür entscheiden, das Neue beizubehalten, wird es Dir leicht fallen, denn es wird inzwischen zu einer Gewohnheit geworden sein.

Solltest Du Dich dagegen entscheiden, dein Experiment weiter auf Deinem Lebensweg mitzunehmen, kannst Du es einfach loslassen. Es wird Dich nicht mehr beeinträchtigen und Du wirst Dir nicht mehr die deprimierendste aller Fragen stellen: Was wäre, wenn…?

Du kannst in jedem Fall nur gewinnen. Was Du in definitiv mitnimmst, ist eine Erfahrung. Ob positiv oder negativ, spielt keine Rolle. Denn einen persönlichen Wachstum hast Du in beiden Fällen erfahren.

Letztes Jahr merkte ich, wie ich immer mehr eine Abneigung gegen Fleisch entwickelte. Mir fiel auf, dass es mir erst schmeckte, wenn ich einen Liter Soße drauf goss oder Pelmeni aß (ein russisches Fleisch- und Teiggericht).

Fleisch allein, z.B. einfach nur Hähnchenbrustfilet, schmeckte mir einfach nicht. Trotzdem konnte ich mich nicht dazu durchringen, komplett auf Fleisch zu verzichten.

Ein Leben ohne meine besagten geliebten Pelmeni, Spaghetti Bolognese und ohne die Möglichkeit, neue Fleischgerichte auf Reisen zu probieren? Es war natürlich leichter, mich selbst damit zu vertrösten, dass ich ja eh schon wenig Fleisch essen würde. Allerdings war irgendetwas in mir trotzdem nicht ganz zufrieden mit dieser Einstellung. Kurze Zeit später stolperte ich über eine Doku über Fleisch, und die Entscheidung fiel: 30 Tage ohne Fleisch.

Ich sagte mir, dass ich die 30 Tage gar nicht bemerken würde und sie wie im Flug an mir vorbeiziehen würden. Danach könne ich wieder Fleisch essen.

Stattdessen zogen sie nicht einfach nur so vorbei. Ich lernte eine Menge interessanter und leckerer neuer Gerichte kennen. In diesen 30 Tagen erlebte ich kein Gefühl von Verlust, sondern von Gewinn.

Und, ihr könnt es euch schon denken: Ich habe seitdem kein Fleisch mehr gegessen, bisher insgesamt sechs Monate.

Eins ist sicher: Hätte ich vorher intensiv drüber nachgedacht und die für mich persönlichen Vor- und Nachteile abgewogen, wäre ich heute noch an demselben Punkt wie vor einem halben Jahr.

Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, Euch zu Vegetariern zu machen. Daher hier einige Anregungen für die 30 – Tage – Challenge:

30 Tage…

…kein Fernsehen gucken

…lang auf Zucker verzichten

…jeden Abend spazieren gehen

…täglich Sport treiben

…keine Schokolade essen

…kein Facebook nutzen

…lang ein Dankbarkeits-Tagebuch führen

…täglich einen Blogpost schreiben

…lang mindestens einem Mitmenschen ein Kompliment machen

    Die schlimmste Form von Wahnsinn ist es, alles beim Alten zu lassen und trotzdem zu hoffen, dass sich etwas verändert.

 

Jetzt bist Du dran: Was sind Deine Vorschläge für die 30 – Tage-Challenge?

 

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