Die Freundin. Die Eltern. Der Freund. Der nette Verkäufer. Der Künstler auf der Straße. Sie alle haben eines gemeinsam: Den Traum vom Erfolg. Für viele wird das jedoch ein Traum bleiben. 

Als Kinder haben wir noch viele Träume. Auf die Frage, was ein Kind werden möchte, folgen oft Antworten wie 

  • Astronaut
  • Fußballer
  • Prinzessin
  • Präsident 
  • Autorin

usw. 

Wie kommt es, dass diese Kinder später im Büro sitzen und tagein, tagaus dasselbe tun –  47 Jahre lang? 

 Don´t live the same day

for 75 years

and call it a life.

1. Sie setzen sich gar nicht erst das Ziel

Wir alle kennen es: Wir sehen jemanden im Fernsehen, in unserer Lieblingsserie, auf einem Blog oder kennen sogar in „real life“ jemanden, der ein Leben führt, das auch wir in der Art gerne führen würden. Wir schwelgen dann einige Momente darin, schalten den Laptop aus und kehren wieder in unser Leben zurück. An den Schreibtisch im Büro, zu den Rechnungen, die sich immer weiter anhäufen, zu Verpflichtungen, die uns eigentlich längst zuwider sind.

Was unterscheidet also jemanden, der seinen Traum lebt, von jemandem, der es nicht tut? Es startet zunächst mit einer Vision. Auch wenn es oft anders wirkt, ist den Erfolgreichen der Erfolg nicht einfach so zugeflogen. Der größte Unterschied liegt darin, dass die Erfolgreichen sich eines schönen (oder auch nicht so schönen) Tages das Ziel gesetzt haben, erfolgreich zu sein. 

Sie waren am selben Punkt wie die meisten Menschen – durchschnittliches Leben, mäßig zufrieden mit allem. Doch sie haben nicht vergessen, wie es ist, jeden Tag aufgeregt zu sein und vor freudiger Erwartung noch längst vor dem Klingeln des Weckers aus dem Bett zu hüpfen. 

Erfolgreich sind die, die verrückt genug sind zu glauben, dass sie dieses Gefühl auch als Erwachsene erneut aufleben lassen können. Letztendlich sind es dann auch genau diese Leute, die ihre Ziele erreichen. Darum ist dieser erste Punkt so wichtig. Aus meiner Sicht sogar am wichtigsten:

Setze dir ein Ziel. Das Leben hält so viel mehr bereit als das, was es dir im Moment zu bieten hat.

Und: Nimm es ernst. Setze dir ein Ziel, das dich fordert, das aber nicht so verrückt klingt, dass du gar nicht daran glauben könntest, es zu erreichen. Das ist extrem wichtig. 

Setzt du dir ein Ziel, dass dir zu abstrus erscheint, kannst du noch so oft visualisieren und meditieren und hoffen, du wirst es trotzdem nie erreichen. Dein Unterbewusstsein merkt, wenn dir etwas nicht koscher vorkommt. Es schirmt dich darum vor allen Möglichkeiten ab, die dir sonst eine große Hilfe wären, zu deinem Ziel zu gelangen. 

Nach dem Motto: „Sie glaubt eh nicht daran, das schaffen zu können. Warum Kraft dafür vergeuden? Heute war ein harter Tag, es regnet und sie ist müde. Essen hilft da immer. Wahrnehmung lenken auf die nächste Imbissbude. Ah. Da ist ein Dönerladen.“

Wählst du hingegen ein Ziel, mit dem dein Bewusst- sowie Unterbewusstsein im Einklang ist, werden alle deine Sinne geschärft. Wo du auch bist, deine Wahrnehmung ist offen für alles, was dir hilft, dein Ziel zu erreichen. 

2. Der Schmerz ist zu gering

Es gibt zwei Gründe für starke Veränderungen, die wir in unser Leben treten lassen.

  1. Wir wollen unbedingt etwas haben.
  2. Wir wollen unbedingt aus der Situation raus, in der wir im Moment sind.

Mit dem ersten Punkt als Motivationshintergrund erfolgreich zu werden, ist schwierig. Wenn alles okay oder sogar gut ist, gewinnen oft unsere Gewohnheiten. Auch wenn wir etwas beginnen, das zu einer Veränderung führen könnte, lassen wir uns ablenken. Von unserem aktuellen Leben. Denn eigentlich stehen die Dinge ja gar nicht so schlecht. Wofür sich dann überhaupt anstrengen?

In den meisten Fällen sorgt der zweite Punkt dafür, dass wir endlich die Entscheidung treffen, etwas zu ändern. Uns stört etwas im Leben, das sich nicht einfach ignorieren lässt. Es bringt irgendeine Form von Unannehmlichkeiten oder gar Schmerz in unser Leben. Ist der Schmerz groß und das gesetzte Ziel wirkt erreichbar, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir am Ball bleiben. 

Etwas, das uns beeinträchtigt, wiegt schwieriger als das einfache „haben-wollen“. Manchmal ist der Schmerz, der uns motiviert hat, jedoch nicht groß genug, um weiterzumachen. Er kann temporär gewesen sein. Oder aber der Weg, den wir gewählt haben, ist nicht der Richtige für uns.

3. Sie wählen nicht den richtigen Weg

Gehen wir davon aus, dass du dir ein großartiges Ziel gesetzt hat und unbedingt etwas an der jetzigen Situation ändern möchtest. Dein aktuelles Leben gefällt dir in einem oder mehreren Punkten nicht. Du hast also einen Weg eingeschlagen, der dich zu deinem Ziel führen soll. 

Und genau an diesem Punkt scheitern viele. Scheinbar ist alles auf einem guten Weg, doch die Menschen hören einfach auf, ihr Ziel weiterzuverfolgen.

Dafür gibts eine ganz einfache Erklärung. 

Wenn man damit beginnt, etwas gegen den Schmerzfaktor im Leben zu unternehmen, ist dieser trotzdem nicht sofort verschwunden, sobald man gegen ihn vorgeht. Er ist immer da. Jeden Tag. Jede Stunde. Und meistens dauert es lange, bis sich das merklich bessert.

 Creating amazing things

takes time.  

 

Und aus genau diesem Grund ist es so so so wichtig, den richtigen Weg zur Beseitigung des Schmerzes zu wählen. Ich bringe mal ein Beispiel:

Du hast eine hübsche kleine Wohnung und im Grunde alles, was du zum Leben brauchst. In deinem Schrank hängt genügend Kleidung. Vor dem Haus steht dein Auto. Du fährst einmal im Jahr in den Urlaub. 3/4 der Weltbevölkerung würde gerne mit dir tauschen. 

Du hast oberflächlich gesehen alles, was man haben kann. Aber du willst mehr. Finanzielle Freiheit. Die Freiheit, zu tun, was du willst und wie du es willst. 

An diesen Punkt kommen viele Menschen. Wer wünscht sich denn schon nicht Unabhängigkeit und Freiheit? Ich habe noch nie jemanden sagen hören, dass er gerne von seinem Chef eingeschränkt werden und etwas gegen mehr Urlaubstage einzuwenden hätte. Mir fällt da niemand ein. 

An diesem Punkt entscheiden sich Menschen oft dafür, noch mehr zu arbeiten. Sie geben alles in der vagen Hoffnung, befördert zu werden und mehr Gehalt zu erhalten. Wie du dir sicher denken kannst, kann noch mehr Arbeit und noch weniger Freizeit nicht die Lösung für finanzielle Freiheit und Unabhängigkeit sein. Das viele Menschen diesen Weg dennoch wählen, ist ein Paradox. 

       Bombing for peace

is like

fucking for virginity. 

Den Weg zu verfolgen, den du schon gehst, mitten im Strom all der anderen, die in die gleiche Richtung gehen, manipuliert und von der Gesellschaft, ist völliger Bullshit. 

Willst du etwas ändern, dann bleibe stehen. Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

Analysiere deine Situation. Finde heraus, ab welchem Punkt dein Leben eintönig geworden ist. Was nimmt deinem Leben die Farben und deinen Augen den Glanz?

Und so verrückt und schwer es sein mag, sich das einzugestehen: Ja, es kann sein, dass du mehrere Jahre in eine Ausbildung oder ein Studium gesteckt hast, was dich zu einem Beruf geführt hat, der dich unglücklich macht. Ja, es ist verdammt schwer, das zuzugeben. Vor allem vor dir selbst. Ja, andere werden dich für irre halten und belächeln. 

Aber willst du dich mit einem durchschnittlichen Leben zufriedengeben, wenn du auch ebenso gut ein fantastisches Leben haben kannst? Das für dich persönlich allergeilste Leben! 

Was kümmern dich andere, wenn du am Ende deines Lebens alt und krank auf dem Sterbebett liegst und um all die Dinge trauerst, die du dich nicht getraut hast?

Denn Fakt ist: Wir bereuen am Ende des Lebens nicht die Dinge, die wir getan haben. Wir bereuen die Dinge, die wir nicht getan haben. 

Darum: Suche nach deiner Leidenschaft! Finde heraus was das ist, und dann mache ganz, ganz viel davon! 

Letztendlich ist es doch klar, dass man nur mit etwas erfolgreich sein kann, was man liebt. Man kann nur etwas, das man aus ganzem Herzen liebt, jahrelang durchziehen. Bis du der unangenehmen Situation entkommen ist, brauchst du Ausdauer. Und die hast du nur, wenn du deine Leidenschaft im Leben gefunden hast. 

HIER geht es zum zweiten Teil dieses Beitrags.

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