Wir alle streben nach Glück. Und das ist auch gut so. Das Streben nach Glück lässt uns neue Dinge ausprobieren und neue Welten erkunden. Wir befinden uns im Fluss, ständig auf der Suche nach dem Glück.

Man muss nicht immer wissen, was genau man will oder braucht, um glücklich zu sein. Wer weiß das schon so genau? Oft sind wir ja sogar unzufrieden, wenn wir etwas kriegen, was wir uns so sehnlich gewünscht  haben. Nicht umsonst heißt es so schön: „Überlege dir gut, was du dir wünschst. Es könnte in Erfüllung gehen.“

Manchmal hilft es, den Spieß umzudrehen und sich zu fragen, was dich davon abhält, glücklich zu sein. Es ist erstaunlich, was für eine Grundzufriedenheit Menschen erlangen, wenn sie ein bis zwei der folgenden Dinge aus ihrem Leben streichen.

1. Passt du dich zu sehr an?

Sich bis zu einem bestimmten Grad an seine Umwelt anzupassen ist schön und gut, aber alles hat seine Grenzen. Mir stehen immer die Haare zu Berge, wenn die Jugendlichen auf meiner Arbeit nicht wissen, was ihre Träume sind oder was sie mal erleben wollen. Uns wird permanent von der Gesellschaft eingetrichtert, wie wir zu sein und was wir zu wollen haben. Dabei steht eine Ausbildung an erster Stelle. Daran ist erstmal nichts schlechtes, aber es kann nicht sein, dass ein so hoher prozentualer Anteil aller Menschen einen von der Gesellschaft vorgegebenen Weg geht, ohne jemals nach Links oder Rechts zu schauen. 

Achte doch mal darauf, wie oft du im Alltag die Worte „ich muss“ benutzt. Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom. Wir müssen überhaupt gar nichts, außer Sterben. Aber darum geht es in diesem Post nicht.

2. Hast du Angst davor, Risiken einzugehen?

Das Wort „Risiko“ hat schon so einen unangenehmen Beigeschmack. Es ist ein Wort, das einen Großteil von uns mit Furcht erfüllt. Dabei sind Risiken etwas wundervolles, zumindest in meinen Augen. Sie eröffnen uns neue Möglichkeiten. Sie bringen uns dazu, sich lebendig zu fühlen. Erweisen sie sich als falsche Entscheidung, lernen wir (hoffentlich) eine Lektion fürs Leben. In jedem Fall entwickeln wir uns mächtig weiter.

Es ist schon erstaunlich, wie oft Menschen jeden Tag genauso handeln wie in den 248 vorangegangenen Tagen und in permanenter Erwartung großartiger Dinge sind, die ihnen über den Weg laufen. So funktioniert das nicht. Wer Großes will, muss Großes wagen. 

 

 Wenn du etwas haben willst, 

das du noch nie hattest, 

musst du etwas tun, 

das du noch nie getan hast.

3. Bist du ungeduldig?

Entgegen der Einstellung vieler Menschen, die in ihren Augen „Erfolgreichen“ hätten Glück, Vitamin B, mehr Geld oder sonstige bessere Voraussetzungen gehabt um erfolgreich zu werden, liegt der Unterschied zwischen Erfolgreichen und denen, die es werden wollen, in einer wichtigen (leider aber sehr unterschätzten Tugend): Der Geduld.

Leider gibt es immer noch keinen Fahrstuhl zum Erfolg. Falls doch, sag mir bitte Bescheid. Bloggen kostet viel Zeit.

Normalerweise bin ich nicht der Typ Mensch, der die Dinge schwarzmalt, aber: Stell dir mal für eine Minute vor, du hättest alles beendet, was du jemals angefangen hättest? Wo würdest du jetzt stehen? 

Jetzt machen wir den Pessimisten aber aus. Denn ich habe eine gute Nachricht für dich: Wenn du die Dinge, die du dir heute vornimmst, über einen längeren Zeitraum geduldig weiterverfolgst, kommt Magie in dein Leben. Wahnsinnige „Zufälle“ werden dir passieren, die dir neue Türen öffnen. Du kannst einfach alles schaffen! Ist das nicht genial? Du musst dich dafür bloß in Geduld üben. Gibt schlimmeres. Dieses Zitat könnte in einem Jahr von dir kommen:

Ich kann es nicht fassen,

wie sich mein Leben

in einem Jahr verändert hat.

– Du

4. Nimmst du Kritik persönlich?

Konstruktive Kritik ist etwas tolles. Sie bringt uns dazu, unsere festgefahrenen Ansichten und Verhaltensweisen zu hinterfragen. Sie führt dazu, dass wir uns weiterentwickeln und nicht auf der Stelle stehen. 

Schwierig wird es allerdings, wenn du Kritik jedes Mal als persönlichen Angriff gegen dich selbst wahrnimmst. Das hält dich gedanklich nur bei Dingen auf, die du ohnehin nicht mehr ändern kannst. War die Kritik konstruktiv, kannst du es das nächste Mal besser machen. Das hat überhaupt gar nix mit dir persönlich zu tun. War die Kritik doch gegen dich persönlich gemeint und du wirst als ganzer Mensch kritisiert, dann sorg dafür, dass es nichts mir dir persönlich zu tun hat. Es tut nur weh und hält dich unnötig auf. Die Meinung gewisser Mitmenschen kannst du nicht beeinflussen. Besser, du steckst deine Energie in Dinge, wo du tatsächlich Einfluss drauf hast und etwas bewirken kannst.

Ich weiß, Kritik nicht persönlich zu nehmen, geht nicht mal eben so, von heute auf morgen. Hier ist ein hilfreicher Artikel dazu:http://mymonk.de/zu-persoenlich/

5. Bist du von Energievampiren umgeben?

Wir alle kennen sie: Die Menschen, von denen wir uns müde und ausgelaugt fühlen, nach denen wir Kontakt mit ihnen hatten. Sie rauben uns unsere positive Energie. Das muss nicht immer so gewesen sein. Oft versteht man sich zunächst eine Zeit lang, manchmal auch mehrere Jahre. Dann passiert etwas, ohne dass man genau kennen könnte, was es ist. Menschen, mit denen wir vorher Spaß hatten und mit denen wir gerne unsere Zeit verbracht haben, werden uns zur Last. Allein beim Gedanken daran, sich mit ihnen zu treffen, wird es einem schwer ums Herz.

Trenne dich von solchen Leuten, so schwer es zunächst auch fallen mag. Auf lange Sicht wird es definitiv eine Erleichterung sein. Du kannst noch so viel Energie in deine Persönlichkeitsentwicklung stecken, wenn sie dir im nächsten Moment entzogen wird. Du bleibst dadurch auf der Stelle stehen und kommst nicht weiter im Leben. Das sollte nicht so sein. Die wichtigste Person in deinem Leben bist du. Sorge dafür, dass es dir gut geht. 

Sometimes

you have to

unfollow people

in real life.

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