Probleme. Keiner will sie haben, alle versuchen sie zu vermeiden. Tritt doch ein Problem auf, gibt es unter den Menschen vier verschiedene Arten, damit umzugehen:

  1. Vollkommen ignorieren, so tun, als sei das Problem überhaupt nicht da
  2. Sich unentwegt über das Problem beklagen, nörgeln, unzufrieden deswegen sein
  3. Einen halbherzigen Versuch starten, das Problem zu beheben und bei der kleinsten Schwierigkeit aufgeben
  4. Das Problem in die Hand nehmen und lösen

Erkennst Du Dich in einer der Kategorien wieder?

Vielleicht kennst Du dieses Gefühl, dass Du ein Problem nach dem anderen vorgesetzt bekommst und ständig mit etwas zu kämpfen hast. Kaum hast Du ein Hindernis überwunden, taucht schon das nächste auf. Es ist ein nie endender Kreis.

Gleichzeitig scheint es Menschen zu geben, die keine Probleme haben. Jedenfalls keine nennenswerten. 

Das ist eine Illusion. Jeder Mensch auf dieser Welt hat Probleme. Aber die einen hadern ewig mit Problemen, die anderen beseitigen sie. 

Alles ist eine Frage der Perspektive. Die meisten Menschen reagieren mit einem nervösen, unangenehmen Magenflattern auf ein Problem. Unangenehme Gedanken stellen sich ein, der Alltag leidet darunter. Man kann sich mal mehr, mal weniger konzentrieren. Hundert Prozent zu geben ist jedoch nicht mehr drin. Das Problem frisst uns auf und hemmt nicht nur den einen Lebensbereich, in dem es entstanden ist, sondern gleich alle anderen Lebensbereiche mit. Solche Menschen stellen sich die Frage:

Kann ich es schaffen, dieses Problem zu lösen?

Man kann sich jedoch aneignen, eine ganz andere Reaktion bei einem auftretenden Problem zu zeigen. 

Eine andere Reaktion als Nervosität könnte Freude sein. Und Neugierde. Menschen mit scheinbar wenigen bis gar keinen Problemen sehen Probleme nicht als Schwierigkeiten an, sondern als eine Herausforderung, an der sie wachsen können. 

Während sich 80% der Menschheit die obige Frage stellt, stellen sich die anderen 20% die folgende Frage:

Wie kann ich dieses Problem lösen?

Der Unterschied zwischen diesen beiden Fragen ist für unser Gehirn gravierend. Die zweite Frage schließt ein Scheitern vollkommen aus. Das bedeutet nicht, dass das Problem vom ersten Anlauf gelöst werden kann. Trotzdem wird es am Ende zweifellos gelöst sein. Denn wenn der erste Weg nicht funktioniert, probiert man einen anderen Weg. Und wenn dieser Weg auch nicht das gewünschte Resultat bringt, dann einen Dritten. 

Es ist sehr wichtig, dass Du Dir immer die zweite Frage stellst, anstatt der ersten. Wenn wir unserem Hirn gar nicht erst die Möglichkeit des „Kopf-in-den-Sand-steckens“- lassen, arbeitet es viel kreativer und bietet Dir eine größere Auswahl an Lösungsmöglichkeiten.

Diese Auswahl an Lösungsmöglichkeiten ist nötig, um am Ende als Sieger über Dein Problem aus dem Spiel zu gehen. 

Wenn dir alles gelingt,

was Du versuchst,

dann versuchst Du nicht genug.

Soviel zum Einstieg. Und jetzt zu den zwei Gründen, aus denen Du sogar gezielt nach Problemen suchen solltest:

1. Für Dein Selbstbewusstsein

Wenn wir groß denken und große Dinge erreichen wollen, brauchen wir zuerst ein bestimmtes Maß an Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Wenn Du selbst nicht an Dich glaubst, dann kannst Du Deine Message nicht in dieser Welt verbreiten. Es wird Dir einfach niemand abkaufen, was Du erzählst. 

Das ist ein ganz normales Verhalten für Menschen. Menschen kaufen nie nur Produkte oder Dienstleistungen. Sie kaufen den Menschen oder die Story dahinter. Ein Produkt oder eine Dienstleistung oder auch eine Reise (das kann man an dieser Stelle endlos weiterführen) weckt in den Menschen ein Gefühl oder eine Erwartung. Im besten Fall etwas, was sie schon lange begehren. 

Nehmen wir zur Veranschaulichung als Beispiel einen Lockenstab. Keine Frau möchte einfach nur dieses Stück Metall besitzen. Das ist nicht das, was sie zur aktiven Kaufhandlung bewegt. 

Doch fast jede Frau liebt die Vorstellung davon, wie sie mit wunderschönen Locken durch die Straßen spaziert und Komplimente von Menschen in ihrem Umfeld erhält und das Wichtigste: Sich selbst schön und attraktiv fühlt.

Demnach kaufen wir immer eine Idee, eine Vorstellung oder ein Werkzeug zur Erfüllung unseres Traums.

Genauso ist es mit Dir: Für wundervolle Resultate in jedem Lebensbereich musst Du zuerst Dich selbst ändern. Sodass Du anderen Dich selbst gut verkauft kannst. Damit ziehst Du automatisch Dinge in Dein Leben, die dieselbe Energie haben wie Du. 

Unser Selbstbewusstsein und unser Glaube an uns selbst muss einem fortlaufenden Wachstum zugrunde liegen. Denn nur durch Wachstum und Veränderungen kann sich etwas in unserem Leben verändern. 

Glücklich sein heißt nicht,

das Beste von allem zu haben,

sondern das Beste aus allem zu machen.

Wenn wir uns keinen Herausforderungen aussetzen, bleibt unser Selbstvertrauen auf einer Stufe stehen. Es kann sich nicht weiterbewegen. Dementsprechend kannst Du auch nichts höheres erreichen. 

Ein Problem jedoch holt Dich jedes Mal ein Stück aus Deiner Komfortzone heraus. Du wächst daran und am Ende, wie lange es auch dauern mag, hast Du etwas neues geschafft. Jedes Mal zum ersten Mal in Deinem Leben. 

Dieses Gefühl bringt Deinem Selbstbewusstsein unglaublichen Auftrieb. Von Herausforderung zu Herausforderung werden deine Zweifel immer geringer. Du entwickelst ein Grundvertrauen in Dich selbst. Durch dieses Grundvertrauen gehst Du in Zukunft an jede Herausforderung mit einem leichten Gefühl heran. 

Denn Du weißt, die Lösung liegt in Deinen Händen. Wie sich die Zukunft gestaltet, liegt zu 95% bei Dir selbst.

Gibt es etwas, das Deinem Selbstvertrauen einen größeren Wachstumsschub geben könnte?

In Dich selbst und in Dein Selbstvertrauen zu investieren, bedeutet, dass Du aktiv in Deine Zukunft investierst, anstatt passiv abzuwarten, welchen Dingen Du zufällig begegnen wirst. Und die beste Investition in Dein Selbstvertrauen ist das fortlaufende Lösen von Problemen. 

2. Für Deine innere Stärke

Ich bin dankbar über die Steine,

die mir in den Weg gelegt wurden.

Sonst wäre ich

nicht über meine Stärken gestolpert.

Auch wenn sich niemand intuitiv über Stolpersteine freut, sind sie trotzdem notwendig. Wer nie mit Problemen konfrontiert wird, ist nicht in der Lage, sich selbst vernünftig einzuschätzen. Solche Menschen sind sich ihrer Grundstärke nicht bewusst, die jeder Mensch besitzt. 

Diese Grundstärke kann erhöht werden. Das geschieht automatisch, wenn neue Probleme in unserem Leben auftreten, die wir anschließend zu meistern imstande sind.

Nach jedem gemeisterten Problem lernen wir zwei wichtige Dinge:

Wir…

  1. sind in der Lage, jeden Stein zu beseitigen, der uns in den Weg gelegt wird
  2. haben selbst die Kontrolle über unser Leben

Gerade der zweite Punkt hat eine wahnsinnig starke Bedeutung. Nichts lässt uns charakterlich stärker werden und Herausforderungen meistern wie das Bewusstsein, dass unser Leben keine Aneinanderreihung von Zufällen ist. Du bist in der Lage, Dein Leben zu steuern. Zumindest zu 95%. Die anderen 5% kannst Du nicht beeinflussen. 

Aber Du kannst beeinflussen, wie Du darauf reagierst.

Hast Du auch schon angefangen, Probleme als Herausforderungen zu sehen? 

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