Wir versuchen täglich, das Beste aus dem Tag herauszuholen. Jeder tut es. Oft verkomplizieren wir jedoch dabei alles unnötig –  denn es braucht so wenig, um glücklich zu sein.

Außerdem führen die vermeintlich glücklichmachenden Dinge überhaupt nicht zu dem Glücksgefühl, nach dem wir uns so sehnen. 

Wie so oft im Leben scheinen unsere täglichen Sorgen viel einnehmender und größer, als sie tatsächlich sind. 

Ja, ich weiß, diesen Satz hört man soooooo oft und er nervt –  aber es stimmt einfach! Alles wird sich ändern, wenn du eines schönen Tages einfach mal den Gedanken zulässt, dass du glücklicher und deine Sorgen kleiner werden könnten, wenn du deinen Fokus auf etwas anderes als deine Probleme lenkst und deinen Tag aktiv positiv gestaltest.

Es ist ganz leicht, für jeden sofort umsetzbar und das Beste – macht sofort glücklich! Ich garantiere es dir. Probier es doch direkt mal aus 😉

1. Lächle fremden Menschen zu

Ein Lächeln ist das beste kostenlose Geschenk, dass du anderen geben kannst. Es kostet dich selbst überhaupt nichts, erzeugt bei deinem Gegenüber aber ein tolles Gefühl. Du kennst es doch selbst, jeder Tag ist wie der andere, hauptsächlich dominiert von Stress und Hektik… Man schleppt sich irgendwie nach Hause und hat nur noch das kuschelige Bett vor Augen. Und stell dir vor, während du absolut müde, fertig und kaputt bist und wahrscheinlich nicht mehr superfrisch aussiehst, erhältst du von einer vorbeigehenden, fremden Person ein Lächeln. Na? Allein der Gedanke daran stimmt mich gerade positiv. 

Das Beste daran ist, dass du, der Verteiler des Lächelns, erwiesenermaßen mit einer noch viel besseren Stimmung belohnt wirst. Geben macht glücklicher als nehmen –  ist ja kein Geheimnis. 

Diese Zeilen zu schreiben erinnert mich an etwas anderes, was ich mal gemacht habe. Wenn du etwas Zeit hast, das ultimative Glücksgefühl erleben willst und für jemand anderen etwas Magisches tun willst, kann ich dir folgendes empfehlen:

Schreibe einen kleinen Brief an dich selbst, sage dir dass du toll bist, dass einige Menschen nur wegen dir ein viel schöneres Leben haben und dass du alles im Leben schaffen kannst, was du willst. Dass du geliebt wirst, muss auch unbedingt mit rein. 

Das ist nur eine grobe Orientierungshilfe; sei kreativ und sag alles, was dir selbst eine ultimative Freude bereiten würde, von jemand anderem zu hören. 

Nachdem du damit fertig bist, kopierst du diesen Brief (wenn du wenig Zeit hast) oder schreibst einen etwas anderen zweiten (dritten, vierten, fünften…) Brief. 

Dann gehst du los (muss nicht einmal extra sein, sondern auf dem Weg zur Arbeit, Schule oder der Uni) und hältst Ausschau nach Orten, wo du diesen Brief ablegen kannst. Es sollten Orte sein, von denen du weißt, dass nach kurzer Zeit jemand vorbeikommen wird. 

Ich habe alles Mögliche zu Hilfe genommen und z.B. Steine auf die Briefe gelegt, (auf der Parkbank) damit sie nicht wegwehen. Einen Brief habe ich auf dem Stuhl im Wartezimmer des Bürgeramtes liegen gelassen, weil ich da einen Termin hatte. 

Ein anderes Mal auf dem Sitz im Kino. Willkürlich in Briefkästen. Deiner Phantasie sind da wirklich keine Grenzen gesetzt. 

Eins garantiere ich dir: Es hinterlässt ein magisches Glücksgefühl bei dir! Und ich denke nicht, dass sich je ein Empfänger eines solchen Briefes gefragt hat oder fragen wird, was die Scheiße soll.

2. Komme zur Ruhe

Wir alle haben neben der Arbeit, Schule und dem Studium noch tausend andere Verpflichtungen. Unser Geist arbeitet permanent, muss unentwegt Eindrücke verarbeiten und mit allem fertig werden, was uns den lieben langen Tag so begegnet. 

Umso wichtiger ist es, dass du dir bewusste Auszeiten nimmst, während derer du vollkommen den Moment lebst (das ist sowieso ein erstrebenswertes Ziel, nicht nur für die Auszeit) und dich ganz auf dich selbst konzentrierst. 

Unser Geist tankt unheimlich viel Kraft während dieser Ruhezeiten. 

Ruhe und Zeit für sich selbst sind essentielle Punkte für mehr Glücksmomente im Leben.

Super Möglichkeiten dafür sind Yoga, Meditation, einfaches Spazierengehen, Joggen, Schwimmen, Autogenes Training oder Qi – Gong, nur um ein paar Beispiele zu nennen.

3. Sei dankbar

Wenn du dein Glücksempfinden sofort auf das nächste Level bringen willst, dann ist da der ultimative Tipp: 

Schreibe auf, wofür du dankbar bist. 

Wir neigen dazu, zu vergessen, wie gut wir es haben. Beim Aufschreiben von lauter tollen Dingen beschäftigt sich unser Gehirn mit dieser Positivität und die Stimmung hebt sich automatisch enorm. Wenn du jetzt denkst, dass dir schon beim Nachdenken nur 2 oder drei Dinge einfallen, für die du dankbar sein kannst, dann solltest gerade du diese Übung definitiv machen.

Glaube mir einfach, fang an zu schreiben, und du wirst kein Ende finden. 

4. Mache anderen Leuten Komplimente

„Wow, was für ein toller Look“ , „Wie schön ihre Haare liegen“, „Wie gut ihm die Brille steht“, – wir denken diese Dinge ständig. Aber kaum einer spricht sie heutzutage noch aus. 

Warum ist das so?

Das ist mir ein komplettes Rätsel. Was auch immer der Grund ist, fange heute noch damit an. Wenn du dich mal wieder dabei ertappst, dass du in Komplimenten denkst, dann sprich sie einfach aus. 

Die Leute freuen sich doch total darüber, tust du selber doch auch! Diese Welt braucht eindeutig mehr Liebe. 

Mach bloß nicht vor Fremden Leuten halt mit dieser Eigenschaft: Gerade von einer fremden Person auf der Straße ein Kompliment zu erhalten, ist etwas ganz Besonders und macht besonders glücklich.

Falls du dabei, wie ich ich, noch ein wenig schüchtern bist: Es gibt da diese geschickte Vorgehensweise. Du sagst z.B. einer Frau, dass ihre Jacke sehr toll aussieht und fragst, wo sie sie herhat (obwohl du niemals vorhast, sie zu kaufen). Anschließend bedankst du dich und betonst noch einmal, wie sensationell sie darin aussieht. 

Mein Ziel ist es aber, diese Methodik hinter mir zu lassen und ehrlich zu sagen, wie schön jemand aussieht. Einmal habe ich mich das getraut und die Reaktion war einfach unvergesslich. Probier es mal aus. 

Auch das ist Magie, die du tagtäglich ausüben kannst (Hogwarts, ich warte immer noch auf meinen Brief). 

5. Achte auf ein ansprechendes Erscheinungsbild

Zuhause inmitten der Chips und Eiscremepackungen mit ungeputzten Zähnen im Jogger zu liegen und in die Glotze zu starren ist sicher ganz nett. 

Noch netter ist es, sich endlich die Zähne zu putzen, süße Klamotten anzuziehen, die deine Vorzüge betonen und hübsch zu schminken. Du fühlst dich wohl, strahlst das aus und wirst dementsprechend respektvoll behandelt und ernst genommen. 

Lange Zeit war ich anderer Meinung, doch ich muss den Fashionistas dieser Welt mittlerweile Recht geben – bewusstes Kleiden ist eine Art, sich selbst vorzustellen, ohne ein Wort zu sagen. Natürlich ist das Innere um Welten wichtiger. Aber eine hübsche Verpackung schadet trotzdem nicht. 

Letztlich freust du dich doch selbst jedes Mal, wenn du an einem Spiegel vorbeikommst und dich schön findest. Auf diese kleinen Momente des Glücks im Alltag kommt es an. Außerdem erhält dein Selbstbewusstsein dabei einen netten Schubs in die richtige Richtung. 

Zieh darum morgens nicht die am wenigsten zerknitterte Tunika aus deinem Klamottenhaufen, sondern nimm dir Zeit dafür, Kleidung rauszusuchen, die du schön findest und, ganz wichtig: In der du dich auch wohlfühlst! 

Die heißesten High Heels bringen nichts, wenn sie nach 10 Minuten in der Ecke liegen,  weil du sie nicht länger tragen kannst. Dann besser direkt 8 statt 15cm.

6. Sei aufmerksam und höre zu

Dazu fällt mir direkt ein wundervolles Zitat ein, das so ziemlich alles sagt, was man übers Zuhören sagen kann:

        Wenn du redest, wiederholst du nur,

was du eh schon weißt. Wenn du aber zuhörst,

kannst du etwas Neues lernen. 

Ständig trifft man auf Leute, die sich selbst unheimlich gerne reden hören. Ich erzähle auch gerne, keine Frage. Aber irgendwann ist auch mal der andere dran. 

Mann kann dadurch, dass man andere nicht zu Wort kommen lässt, so viele tolle Storys verpassen und manchmal sogar eine ganze Freundschaft. 

Gerade introvertierte Menschen fühlen sich von Plaudertaschen schnell überrollt und kommen nicht so richtig aus sich heraus. Nur weil du offen und kommunikativ bist und es das Natürlichste der Welt für dich ist, schnell neue Kontakte zu knüpfen, trifft das noch lange nicht auf alle Leute in deiner Umwelt zu. 

Sei aufmerksam und gebe anderen die nötige Aufmerksamkeit. Du wirst dadurch weiser, kriegst viel mehr mit, was um dich herum geschieht und kannst so immer passend auf die Situation reagieren, in der du dich befindest. 

Achte darauf, was zwischen den Zeilen steht. Wenn du dir das einmal angewöhnt hast, vergeht nicht ein Tag, an dem du nicht etwas Neues lernst. 

7. Lese die richtigen Bücher

Wenn wir jetzt mal allen rosaroten Quatsch beiseite legen und ehrlich sind: Eigentlich haben wir nur uns selbst. Und diesen Moment. 

Also nutze diesen Moment, um in dich selbst zu investieren.

Ich meine damit nicht eine weitere Investition in einen Haufen Kleidung, obwohl sich der Schrank schon nicht mehr öffnen lässt. 

Sondern in deine Seele. Tue dir selbst etwas Gutes und lese ein inspirierendes Buch über Persönlichkeitsentwicklung, das dich weiterbringt. 

Es gibt so viele unfassbar gute Bücher, nach deren letzte Seite du dein ganzes Leben umkrempeln willst. Im positiven Sinne. 

Bewegung ist Leben, Stillstand ist Tod. Lass deine Seele leben. Es ist wie Massage für sie (und für dein Gehirn) wenn du dich mit motivierender Lektüre beschäftigst, die dir sagt, was für Möglichkeiten du alles im Leben hast und dass du dir jedes Limit in deinem Leben selbst gesetzt hast. Und es dementsprechend auch selbst wieder auflösen kannst. 

8. Lache viel

Lachen ist einfach alles. Durch einen gemeinsamen Witz hat sich schon so manche tiefe Freundschaft entwickelt. Lachen macht einfach unheimlich glücklich. Das ist ja kein Geheimnis.

Aber wusstest du, dass Lachen gegen Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und sogar Verstopfung hilft?

Auf Kommando loszulachen funktioniert natürlich nicht so toll, darum ist es so wichtig, dass du dich mit Menschen umgibst, die dich zum Lachen bringen. Oder die einfach unbeabsichtigterweise so witzig sind, dass du auf ihre Kosten lachen kannst. 

Falls du eine spontane Tiefphase überwinden möchtest, ist hier noch ein guter Tipp:

Zieh deine Mundwinkel langsam hoch. Tu es einfach, auch wenn sich da so gar nichts lachhaftes in dir regt. Unser Gehirn kann nämlich nicht erkennen, ob du gerade aus Glück lächelst oder aus einem anderen Grund. 

Wenn du die Mundwinkel hochziehst, obwohl du traurig bist, passt etwas nicht zusammen. Das Gehirn denkt dann in etwa so:

„Oh Gott, sie ist glücklich,

wie konnte ich das verpassen,

schnell Glückshormone aussenden!“ 

Und zack, wird es besser. 

Ob das bei mir funktioniert, weiß ich eigentlich gar nicht genau. Wenn ich fuchsteufelswild oder tieftraurig bin, suhle ich mich noch einmal so richtig in Selbstmitleid, seufze und ziehe dann laaaangsam meine Mundwinkel hoch. Dabei komme ich mir so künstlich und lächerlich vor, dass ich schon aufgrund der Vorstellung, wie ich mit diesem Clownsgrinsen gerade wohl aussehe, lachen muss. 

Du siehst also: Egal ob so oder so, es erfüllt auf jeden Fall seinen Zweck. 

9. Esse das Richtige

Essen hat einen enormen Einfluss auf uns. Und zwar nicht nur auf unsere körperliche Gesundheit, sondern auch auf unsere Psyche.

Lange haben Wissenschaftler es abgestritten, jetzt stellen sie sich doch die Frage: Kann es sein, dass es einen Zusammenhang zwischen der steigenden Zahl der Übergewichtigen und der parallel ansteigenden Zahl der Menschen gibt, die unter Angststörungen und Depressionen leiden?

Unser Magen-Darm-Trakt sendet schließlich Signale aus, die direkt an das Gefühlszentrum unseres Gehirns gehen. 

Darum achte darauf, was du in dich reinwirfst. 

Ich bin übrigens die letzte, die wegen ungesunder Ernährung den Zeigefinger hebt. Es ist aber gut, einen Blick auf seine Essgewohnheiten zu werfen und mehr auf frisches Obst und Gemüse zu setzen. 

Langfristig gesehen, ist eine gesunde Ernährungsweise die größte Investition für dein Glück in jeder körperlichen und psychischen Hinsicht. 

10. Schlafe wie eine Königin

Um nach diesen ganzen Tipps deinen glücklichen Tag zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen ist es essentiell, dass du pünktlich schlafen gehst und dich ausreichend erholst. 

Wenn man nicht genug Schlaf bekommt, ist man nämlich reizbarer und anfälliger für negative Emotionen.  

Da das Leben meistens sowieso nicht immer ein Ponyhof ist, sollte man es sich nicht noch schwerer machen, indem man sich seines wohlverdienten Schlafes beraubt und es dadurch automatisch schwieriger hat, positiv und gelassen  zu bleiben. 

Darum: Ja! Du darfst, kannst und sollst die große Liebe zu deinem kuscheligen Reich ausleben. Schnapp dir ein gutes Buch (über Persönlichkeitsentwicklung) und zeitig ab ins Bett mit dir, damit du morgen wieder so einen wundervollen Tag voller Glücksmomente erleben kannst. 

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